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Marokko 8 – Zagora, Erg Chegaga

Das Beitragsbild zeigt einen Friedhof

Montag, 10.12.2018

Zagora. Werkstatt ist angesagt. Ali Nassier wurde uns von verschiedenen Seiten empfohlen. Wir kommen vormittags hin und wir wollen die hinteren Blattfedern ausrichten lassen. Ja, kann er machen. Es kommen vier französische Toyotas, da muss er auch was machen. Er hat drei Mechaniker, die sind alle beschäftigt. Aber unser Auto wird aufgebockt und hinteren Räder abmontiert. Wir gehen zum Essen, Tomi schaut dazwischen mal nach, alle Blätter und Luftfedern sind abgebaut. Ob das wieder alles wird? Sie bauen uns noch ein 7.Blatt dazu. In der Zwischenzeit ist es vier Uhr, wir gehen einen Saft trinken. Und schauen uns einen anderen Campingplatz an. Endlich, so um sechs Uhr ist das Auto wieder zusammengebaut, wir zahlen 300€ und können los. Vor dem Ort liegt ein Campingplatz unter Palmen, dort stellen wir uns hin. Wir sind ziemlich geschafft, die Reparatur mit den Sprachschwierigkeiten hat uns schon gestresst.

Mittwoch, 12.12.2018

Damit wir testen können, ob mit dem Auto alles in Ordnung ist, fahren wir einige Kilometer das Draa-Tal nach Norden. Und überqueren den Draa und fahren auf der anderen Seite weiter. Im Reiseführer hieß es, dort wäre nur eine Piste. Ist aber nicht so, eine nagelneue Straße liegt vor uns. Also nichts wir runter und ins Gelände. Es geht Richtung Gebirge, steinig mit einer Bachdurchfahrt. Und einem wunderbaren Blick auf die Berge und eine Palmenoase.

Wir fahren den gleichen Weg zurück und bleiben in Zagora nochmal bei der Werkstatt stehen. Mit der Federung ist alles in Ordnung, jetzt soll Ali noch dem Geräusch vorne rechts auf die Spur kommen. Er lässt den Bodenschutz abbauen, schaut hierhin, schaut dorthin, er findet nichts. Dafür bläst er uns den Luftfilter durch und schickt uns weiter. Geld für seine Mühe wollte er keins. Wir gehen was essen, anschließend gibt es einen Kaffee und ein kleines Stück Torte. Beides sehr gut. Dann sind wir gestärkt für die Fahrt nach Mhamid. Über eine sehr gute Straße geht es 100km Richtung Wüste. Am Ortsende von Mhamid bleiben wir auf einem Campingplatz und wer steht da schon? Uschi und Reinhold mit ihrem Mercedes Sprinter. Kurz drauf kommt noch ein ehemaliges Feuerwehrauto mit Siggi, Micha und Sohn Nikos dazu. Vor ein paar Tagen sprachen wir noch drüber, dass das Fahren in der Gruppe und im Konvoi nichts für uns ist. Aber wie’s halt so geht. Uschi und Reinhold trauen sich nicht allein die Wüstenrunde zu fahren und Michas Navi ist ausgestiegen. Wir trauen uns und unser Navi hat die Wegpunkte der Route. Also beschließen wir zusammen die Erg Chegaga Runde zu machen. Für uns wieder mal ein Versuch.

Donnerstag, 13.12.2018

Erg Chegaga: Sandwüste, 150 km² groß, etwa 80 bis 100 m hohe Sanddünen

Wüstenabenteuer Teil 2

Nach der morgendlichen Lagebesprechung zieht der Konvoi los. Wir als erste, dann Uschi und Reinhold, zum Schluss Siggi, Micha und Nikos. Wir haben ja die Route im Navi und nach einer steinigen Piste fängt der Sand an. Ein paar kleine Dünen werden mit Schwung genommen, es macht Spaß. Der Sand wird tiefer, die Kurven enger und der Spaß weniger. Jetzt wird die Sache spannend. Eine Düne geht in die andere über. Die Spuren sind tiefer und ausgefahren. Mit Vollgas werden die Sandhügel genommen. Und dann passiert’s: Wir kommen in Schräglage – ich seh uns schon auf der Seite liegen – und rutschen hinten ab! Puh, nochmal gut gegangen. Also weiter, die beiden großen hintennach. Und dann bei einer steilen Düne bleiben wir am Kamm hängen und fahren uns fest. Die Männer schaufeln, Tomi versucht vorwärts mit den Sandblechen rauszukommen. Geht nicht. Also nochmal schaufeln und das Ganze rückwärts. Das Auto gräbt sich raus und kommt auf festem Sand zum Stehen. Jetzt wird beratschlagt. Sollen wir weiter kilometerweise über die Dünen immer mit dem Gedanken eventuell umzuschmeißen? Natürlich nicht. Wir laufen ein Stück die Piste entlang und sehen immer wieder schwierige Passagen. Also kehren wir um und suchen uns einen schönen Platz zum Übernachten. Da gibt es gleich ein Schnapserl, das haben wir uns nach der Anstrengung verdient. Nach dem Abendessen sitzen wir noch in gemütlicher Runde, Uschi gibt einen Rose aus und wir zählen die Sterne.

Freitag, 14.12.2018

Eine ruhige Nacht, nach dem Frühstück geht es auf eine steinige Piste. Schaut fast aus wie eine Straße. Danach wird es wieder sandig und wir kommen sehr nah an die Dünen vom Erg Chegaga.

Die Wüste ändert ständig ihr Aussehen. Sandig mit einem Teppich aus Steinen, sandig, eben und kein Bewuchs, dann plötzlich grün mit gelben Blümchen.

Bei einem Camp trinken wir den teuersten Kaffee Marokkos, 2€ für ein Tässchen. Aber um’s Eck ist eine schöne Fläche zwischen den Dünen und dort schlagen wir unser Nachtlager auf.

 

 

 

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