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Portugal 4 – Lissabon, Westküste

Sonntag, 03.11.2019

Nicht gut ausgeschlafen wollen wir uns auf den Weg in die Stadt machen. Wir kommen mit unseren Nachbarn ins Gespräch und sie geben uns Tipps, einen Stadtplan und zwei Fahrkarten für die Fahrt in die Stadt. Zuerst müssen wir mit der Straßenbahn ungefähr eine halbe Stunde bis zum Hafen. 1€. Dann auf die Fähre 1€ und in 10 Minuten sind wir auf der Altstadtseite von Lissabon. Etwas ziellos laufen wir durch die Straßen und Gassen. Der Verkehr in den engen Straßen ist gigantisch, Straßenbahnen, Busse, Tuk-Tuks und Autos. Sonntags sind halt nicht nur ausländischen Touristen unterwegs. Wir landen bei der Burg, eine endlose Schlange wartet auf die Möglichkeit der Besichtigung. Wir stellen uns nicht an. Die Kathedrale hat Mittagspause, eine schöne Aussichtsplattform kommt nach der nächsten. Auf einer trinken wir einen Kaffee und kommen mit einem netten Taiwanesen ins Gespräch. Und dann sind wir im ältesten Teil der Stadt, in der Alfama. Viele enge Gassen, viele Stufen und viele alte Häuser. Langsam wird es dunkel, an der Uferpromenade sammeln sich die Leute, es ist richtig was los, an einigen Ecken wird Musik gemacht. Mit der Fähre fahren wir wieder zurück über den Tejo auf die andere Seite. Dort gehen wir gut essen und sind spät beim Auto.

Montag, 04.11.2019

Nachts war es heute ruhig. Dafür kommt in der Früh gegen 8 Uhr ein PKW nach dem anderen. Alle parken hier und die Leute fahren mit der Straßenbahn in die Stadt. Der Vormittag wird verdritschelt, mittags fängt es an zu regnen. In einer Regenpause fahren wir mit der Bahn zur Fähre, dort schüttet es dermaßen, dass wir mit der gleichen Bahn wieder zurückfahren.

Dienstag, 05.11.2019

Blauer Himmel. Schnell machen wir uns fertig und fahren in die Stadt. Diesmal etwas besser vorbereitet, steigen wir die Hügel hinauf, stellen uns bei einem Regenschauer unter, haben einen schönen Blick vom Park EduardoVI.

Wir suchen uns einen Bus und fahren nach Belem. Meinen wir, denn als wir aussteigen sind wir genau am anderen Ende der Stadt. Der Plan an der Haltestelle hat uns in die Irre geführt. Aber wir finden den richtigen Bus, gut dass wir genug Guthaben auf unserer Fahrkarte haben. Und dann sind wir im Stadtviertel Belem, im Westen gelegen. Da gibt es erst mal ein paar Fischbratlinge und hinterher in der berühmten Konditorei Pasteis de Belem einen Espresso, einen vorzüglichen Schokokuchen und die berühmten Pasteis de Nata. Kleine, knusprige Blätterteigtörtchen mit einer Füllung aus Sahne und Eidotter. Drüber ein bisschen Zimt und die warmen Törtchen zergehen auf der Zunge. Oh, das könnte süchtig machen.

Aber wir wollen weiter, das Hieronymus-Kloster – Mosteiro dos Jeronimos, das Entdeckerdenkmal – Padrao dos Descobrimentos und das Weltkulturerbe Torre de Belem sind hier ganz in der Nähe.

Die Fahrt zurück dauert lange, erst Bus, dann Fähre und zum Schluss wieder Straßenbahn. Da haben wir uns in unserem „Stammcafe“ ein Bier verdient. Markus, ein holländischer Reisende, den wir schon zum dritten Mal getroffen haben, gesellt sich dazu und nach dem zweiten Bier lass ich die Männer alleine weiter ratschen.

Mittwoch, 06.11.2019

Sonnenschein, Regenschauer, Regenbogen, Wolken. Heute gibt es alles. Wir verlassen den angenehmen Stellplatz in Lissabon und umfahren auf der Autobahn die Stadt. Über eine kleine Landstraße geht’s an die Küste und wir sehen bei Fontainhas eine ausgewaschene rötliche Steilküste. Ein paar Kilometer weiter stellen wir uns auf einen Parkplatz und machen Brotzeit. Und bleiben gleich für die Nacht stehen.

Donnerstag, 07.11.2019

Wir fahren die Küste entlang und machen immer wieder Abstecher zu schönen Stränden. Bei Vila Nova de Milfontes bleiben wir über Nacht. Es ist sehr windig und es regnet stark.

Freitag, 08.11.2019

Weiter an der Küste entlang, natürlich gibt es wieder eine Strecke, die muss man fahren, obwohl es kaum Reifenspuren gibt. Und ich sitze wieder an der Abhangseite! Bei Odeceixe sind wir uns unschlüssig, ob wir riskieren sollen, dass wir trotz Verbotes am Strand übernachten. Es könnte bis zu 200€ Strafe geben. Außerdem ist es wieder so windig. Deshalb fahren wir nochmal 58km bis Alferce. Ein Stellplatz der Gemeinde, wir stehen neben einem Gemüsegarten.

Samstag, 09.11.2019

Nach dieser Nacht, ein Hund im Gemüsegarten bellt fast die ganze Zeit, und so schön ist der Stellplatz jetzt auch  nicht, fahren wir nach Silves. Dort darf man nicht frei stehen. Es gibt drei Plätze, alle ziemlich voll mit Weißware. Aber wir brauchen nach der ganzen Fahrerei mal eine Pause, bleiben auf dem für uns angenehmsten und haben eine wirklich ruhige Nacht.

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