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Spanien 3 – Burgos, Bilbao

Sonntag, 06.10.2019

Vom Stausee nach Burgos ist es nur eine halbe Stunde und jetzt begegnen uns die ersten Jakobsweg-Wanderer. Wir finden sofort den Wohnmobilstellplatz, bei einem Einkaufszentrum am Rand der Stadt. Zu Fuß können wir in einer halben Stunde in die Altstadt laufen. Die Kathedrale ist wirklich beeindruckend, einer der schönsten Spaniens, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Hier ist auch El Cid, Spaniens Nationalheld begraben.

Außen herum ist ein großes Spektakel, eine große Gruppe mittelalterlich gekleideter Spanier ziehen bei Glockengeläut in die Kirche ein. Es wird eine Messe abgehalten und wir sehen uns den Dom von innen an.
Später kommen noch schön geschmückte Pferde auf den großen Platz vor der Kirche

Am Fluss Arlanzon entlang ist ein mittelalterlicher Markt aufgebaut. Und mittendrin spielt eine Gruppe passende Musik. Es ist eine ausgelassene Stimmung, Einheimische, Touristen und Wanderer vermischen sich.

Vom Laufen und Schauen sind wir hungrig geworden. Ich will ja nicht wieder vom Essen reden, aber heute hab ich eine Spezialität aus der Provinz Burgos gegessen. Blutwurst mit Reis vermischt, dazu Eier und kleine Paprikaschoten. Die Altstadt ist nicht sehr groß, wir schlendern noch ein bisschen durch die Gassen. Der Gegensatz dazu ist das Zentrum der Kunst. Ein ganz modernes Gebäude mit moderner Kunst. Und einem schönen Ausblick auf den Dom.

Dann laufen wir den Weg durch große Wohnblöcke wieder zurück zum Stellplatz. Nicht weit davon entfernt wird Volleyball gespielt, mit Geschrei und Musik.

Montag, 07.10.2019

Tomi hat im Internet einen Wohnmobilhändler mit Werkstatt gefunden. Die fahren wir an, sie ist ungefähr 60km südlich von Bilbao. Wir kommen noch rechtzeitig vor der Mittagspause an, eine junge Frau ist sehr hilfsbereit und bemüht. Sie spricht ein bisschen Deutsch und Englisch. Leider stellt sich heraus, dass die Scheibe bestellt werden muss und es wird ungefähr 6-9 Wochen dauern, bis sie geliefert wird. Sie kommt aus Deutschland! So lange können und wollen wir nicht warten, der Mechaniker will das Fenster nochmal abkleben. Aber Tomi‘s Provisorium ist schon perfekt. So werden wir halt mit der geklebten Scheibe weiterfahren. Das machen wir auch, nicht weit in einen kleinen Nationalpark. Dort können wir auf dem Parkplatz beim Infozentrum übernachten. Wir machen eine kleine Wanderung durch den Wald an einem Bach entlang.

Dienstag, 08.10.2019

Um halb elf kommen wir auf dem offiziellen Stellplatz der Stadt Bilbao an. Er liegt auf einem Hügel gegenüber der Stadt und hat große, ebene Stellplätze. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf die Stadt.

Bilbao: Wichtigster Hafen des Landes, größte Stadt Nordspaniens, 1 Mio. Einwohner. Jahrzehntelang eine graue, schmutzige Industriestadt. In den 90-er Jahren durch viele Projekte, z.B. Metro, Museen, gute Infrastruktur zur interessanten Stadt für Einwohner und Touristen geworden.

Mit dem Bus fahren wir in die Stadt. Erst laufen wir durch die Neustadt, dort sehen wir als erstes die Alhondiga, ein Kultur- und Sportzentrum. Ein modernes Innenleben in einem historischen Gebäude von Philippe Starck gestaltet.

Als nächstes laufen wir zum Guggenheim Museum. Das Wahrzeichen der Stadt. 1997 nach Plänen des amerikanischen Architekten Frank O. Gehry errichtet. Kosten 130 Mio. Euro. Der spektakuläre Museumsbau aus Titan, Glas und Kalkstein ist eines der wichtigsten Beispiele avantgardistischer Architektur des 20. Jahrhunderts weltweit. Die Privatsammlung von Solomon Guggenheim mit Arbeiten der bedeutendsten Künstlern des 20.Jahrhunderts z.B. Chagall, Dali, Miro oder Picasso wird kaum genutzt. Schwerpunkt der Sammlung ist moderne, sowie zeitgenössische Kunst, die in wechselnden Ausstellungen gezeigt wird.

Viele interessante Gebäude sind auf dem Weg in die kleine Altstadt. Dort sind rund um die Kathedrale viele schmale Gassen.

Der Tag in der Stadt ist anstrengend, wir sind viele Kilometer gelaufen. Aber Bilbao gefällt uns sehr gut, es sind zwar viele Touristen hier, aber es ist recht entspannt.

Published inSpanien

Ein Kommentar

  1. Ingrid Tscharntke

    oh mei oh mei, was ihr alles sehen dürft, also diese Kombination von Alt und Neu ist doch einfach toll. Ich bin ja ein Kunstbanause, aber die ist gross genug, dass sie mir auch total gefällt und das Museum erst…. wow wow wow. Und jeder kann euch so besuchen so ohne Scheibe? Also bitte passt gut auf euch auf. Danke dass ich mitreisen darf….

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